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Digital - selbstgemacht
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Die
FRED- Bohrschablone besteht aus einem angeätztem 1 mm-Blech mit
eingelöteten MS-Hülsen für die Bohrerführung.
Die Bohrdurchmesser sind genau einzuhalten - sonst ist die
Bohrschablone bald hin - so inzwischen auch MEINE eigene, Dank
lieber Kollegen !!!! Download Vorlage als gezippte eps-Datei 63k oder als pdf-Datei 40k. |
Bauschritt 1b
Steht die Bohrschablone nicht zur Verfügung, so kann mit der
Hilfe der auf der Platine markierten Findlöcher die exakte
Position der Bohrungen im Gehäuse gefunden werden. Die Platine
wird mit der TOP-Seite nach oben in das Gehäuse geschraubt und
die Findlöcher mit einem 1 mm Bohrer durch die Platine und durch
das Gehäuse gebohrt werden. Der Schalter kann direkt mit einem
6,5mm Bohrer durch das Gehäuse durchgebohrt werden - durch die
abgeflachte Bohrung des Potentiometers kann mal leider nicht direkt
bohren und muß die Position mit einem Stift anzeichnen (da diese
Bohrung später vom Drehknopf verdeckt wird, kommt es hier nicht
so genau auf die Position an) Nun wird die Platine wieder aus dem Gehäuse
herausgeschraubt und nun von der Innenseite mit den passenenden
Bohrdurchmessern (3,1 mm für die LED, 3,8 mm für die Taster)
die 1 mm Löcher aufgebohrt. Hierbei ist besondere Vorsicht
angebracht - der Kunststoff ist sehr weich und dadurch wird der Bohrer
nur sehr mäßig durch das Findloch zentriert. Wer hier
frisch und fröhlich den Bohrer mit Schwung "reinrammt"
der kann sicher sein, daß die Bohrung verlaufen ist. Also Zeit
lassen! den Bohrer genau über dem Findloch ausrichten, nochmals
querpeilen, und dann erst bohren. Die Potentiometerbohrung (die später
vom Knopf verdeckt wird) wird nun noch auf ca. 10 mm erweitern (geht
besser mit einem Senker als einem Spiralbohrer [Gefahr es
einhakens!]). Da das Loch später nicht sichbar ist, kann man auch
einen Rundfeile nehmen. Nach dem Entgraten der Bohrlöcher (z.B.
mit einem kleinen Senker) ist die Gehäusebearbeitung zunächst
abgeschlossen.

Bauschritt 2:
SMD-Bauteile
Wenn auch einige etwas entsetzt über diese winzigen Bauteile
sind, es ist einfacher ein SMD-Bauteil auf eine Platine zu löten
als einen Flansch an die Speiseleitung bei einer Weinert-Lok! Folgende
Vorgehensweise hat sich für die Handbestückung von
SMD-Bauteilen bewährt: Der jeweils rechte (für Rechtshänder)
Lötpad auf der Platine des SMD-Bauteils wird mit ganz wenig 0,5
mm Lötzinn verzinnt. Dann wird der SMD-Widerstand mit der
Pinzette auf die verzinnte Lötstelle gedrückt und
SMD-Bauteil und Lötzinn zusammen erhitzt. Nun kann das
SMD-Bauteile in das nun weiche Lötzinn hineingedrückt
werden, bis es auf der Platine aufliegt. Stellt sich an dieser Lötstelle
der gewünschte Glanz nicht ein, so wird zunächst die zweite
Seite unter Zuführung von Lötzinn verlötet und dann
nochmals die erste Seite unter Zuführung von etwas Lötzinn
nachgelötet. Das hört sich nun wieder gefährlicher an,
als es ist. Bei unseren Testaufbauten der Vorabmuster war niemals eine
Lötfehler bei den SMD-Bauteilen zu finden - während an
anderen Teilen...

SMD-Bauteile sind durch eine Zahlencode gekennzeichnet. Die ersten beiden Zahlen geben die Grösse, die letzte Zahl die Anzahl der Nachkommastellen an. Also ist eine 473 gleich 47 + drei Nullen = 47 000 = 47kOhm.
BOT-Seite:
TOP-Seite:

Bauschritt 3:
IC-Sockel, Schwinger, konventionelle Widerstände
So, nun wird zunächst nur noch auf der TOP-Seite bestückt:
Zunächst die IC-Sockel. Beide werden so ausgerichtet, daß
die Kerben nach rechts zeigen, wenn man die großen Löcher für
den Potentiometer und den Schalter oben hat. Der Schwinger (der von Reichelt gelieferte ist entgegen der Skizze unten in braunem Gehäuse) und die Widerstände sind in der Lage beliebig.
Der R8 hat eine eigene Geschichte:
Als der FRED entwickelt wurde, haben die Entwickler an so ungefähr 20-30 Stück insgesamt gedacht (inzwischen gibt es wohl ca. 3000). Durch die Erfahrung damit gibt es eine Änderung: R8 und C2 bestimmen zusammen die CD-Zeit, aber Kondensatoren haben immer etwas größere Toleranzen. Aktuelle Chargen scheinen da etwas größeres C zu haben und brauchen als Ausgleich
etwas kleineres R. Daher variiert der Wert von R 8 zwischen 110 - 120 kOhm in den verschiedenen Unterlagen. Bei der letzten Bausatzaktionen lag alternativ zum R8 mit 120 kOhm (braun-rot-schwarz-orange-braun) auch noch einer mit 115 kOhm (braun-braun-grün-orange-braun) dabei. Es kann aber auch sein, daß man Werte im Bereich 105-110 kOhm benötigt, um die richtige CD-Zeit zu bekommen. Herausfinden kann man die erst beim Abgleich und dann muss ggf. der Widerstand nochmals geändert werden - aber jetzt erst einmal weiterlöten!

Bauschritt 4: Dioden
Mit den Dioden kommen nun zum ersten mal Bauteile, die in der
richtigen Lage eingebaut werden müssen. Wichtig ist hierbei der
auf dem Bauteil aufgedruckte Strich, der die Lage der Kathode zeigt.
Bei allen 4 Dioden des FREDs zeigt der Strich in Richtung der Anschlußbuchse
- also weg vom Schalter und Potentiometer. Für D4 kann wahlweise
die Universaltype 1N4148 oder die "schnelle" Spezialdiode
BAT 46 verwendet werden.

Bauschritt 5:
Kondensatoren
Bei den hier in deisem Bauschritt beschriebenen, nicht gepolten,
Kondensatoren ist die Ausrichtung beliebig. Zwei verschiedenen Typen
sind zu unterscheiden : Metallisierte Polyesterkondensatoren (MKS) und
die einfacheren Keramikkondensatoren. MKS-Kondensatoren sind fast
immer in einem kastenförmigen, roten Kunststoffgehäuse
(Hersteller Wima). Keramikkondensatoren haben rundliche, gegossenen Körper.
Die 100n (C3, C4, C5, C7) haben oft einen gelben oder blauen Körper
- die winzigen 47 pf meistens keine Aufschrift.

Bauschritt 6: Tantal
In diesem Bauschritt ist wieder auf die genaue Anordnung
der Bauteile zu achten. Die Tantal-Kondensatoren (tropfenförmiges
Gehäuse) müssen richtig gepolt werden. Die Polarität
wird durch einen dicken Strich oder ein kleines "+"-Zeichen
angezeigt. Beiden in FRED eingebauten Tantal müssen mit dem
Strich in Richtung zum Rand der Platine eingebaut werden.

Bauschritt 7: Transistor, Spannungsregeler und
RESET-Baustein
Von den schwarzen Dreibeinern mit der abgefachten Seite (von den
meisten wohl sofort als Transistor indentifiziert) ist nur einer
wirkliche ein Transistor (BC337), ein anderer ist der Spannungsregler
(LM2936-Z5.0) und der dritte ein spezieller RESET-Baustein (ZSM560).
Dies ist die richtige Lage der abgeflachten Seite wichtig.

Bauschritt 8 Taster
(Push-Buttons), Schalter, Potentiometer, LED
In diesem Bauschritt werden die Bedien- und Anzeigeelemente des
FREDs montiert. Damit sich die Taster nicht verkanten und klemmen (was
passiert, wenn sie nicht gerade in den Bohrungen im Gehäuse
laufen) werden die Taster zunächst die Füßchen
geradegebogen und von der !!! BOT-Seite !!! in die Platine gesteckt
und diese dann in das schon gebohrte Gehäuse eingeschraubt. Wenn
sich alle Taster sauber betätigen lassen (Druckpunkt muß spürbar
sein) dann werden sie von hinten angelötet, solange die Platine
noch im Gehäuse sitzt. Passen die Taster so wird der Schalter
(mit Drahtstückchen anschließen) und der Potentiometer von
der !! TOP-Seite !! aus eingeschraubt ( Vorsicht - der Schaltknauf
bzw. die Achse des Potentiometers müßen auf der BOT-Seite
liegen). Beide Elemente müssen vor dem endgültigen
festschrauben ggf. noch leicht zum Gehäuse hin angepaßt
werden. Je nach Bauform des Potentiometers kann es notwenig sein, die
Bohrung von 6,5 mm auf 7,5 oder 8 mm aufzuweiten - der Drehknopf
verdeckt später dann die Öffnung. Sind alle diese Elemente
fixiert, wird als letztes die LED von der BOT-Seite her eingesteckt,
die Platine nochmals in das Gehäuse gelegt, die LED von hinten
her in die 3,1 mm-Bohrung eingeschoben und von hinten verlötet.
Vorsicht, die LED muß richtig eingelötet werden, sonst
zeigt sie die falschen Farben. Erkennungszeichen ist die Form eines
Beinchens (siehe Skizze)

Bauschritt 9: IC, Mikroprozessor und Buchse
So jetzt kommen wir zu Ende. Das IC wird eingesetzt. Die
Ausrichtung wird durch eine halbrunde Aussparung an einem Ende des ICs
sichergestellt. Der Mikroprozessor (PIC) ist genauso mit einer
halbrunden Kerbe gekennzeichnet. Am besten ist es natürlich, wenn
man den Mikroprozessor mit der Testsoftware bespielt einbaut - dann
kann man, ein LocoNet® vorausgesetzt, nach dem nächsten
Bauschritt gleich mit der Funktionskontrolle beginnen. Was nun noch
fehlt, ist der Programierstecker für den Mikroprozessor und die
Anschlußbuchse für das LocoNet® . Sie werden beide
wieder auf der TOP-Seite bestückt.

Bauschritt 10: Prüfung
Bevor der neue FRED mit der Testsoftware zum ersten Mal an
das LocoNet® angestöpselt wird, muß erst noch eine
genaue Kontrolle erfolgen: Sind alle Bauteile eingebaut? (Die
Bohrungen, die nur der Durchkontaktierung dienen und frei bleiben müssen,
sind in dem unteren Bild durch X gekennzeichnet). Sind alle Lötstellen
in Ordnung und schön silbrig glänzend ? Sind keine
Leiterbahnen durch Lötzinn überbrückt ? (Kontrolle
anhand der Layoutpläne !)
Erst wenn man ganz sicher ist, daß alles in Ordnung ist sollte man den FRED an das LocoNet® anstöpseln und die Test- und Abgleichsprozedur kann beginnen.
